MCE 05 Sternenflotte - Kapitalerhöhung muss in die zweite Runde

 

Die Schiffsbeteiligung MCE 05 Sternenflotte muss im Jahr 2014 schwierige Gewässer durchsteuern. Die Anleger mussten die im August 2014 bemerken, als die sie über die schwierige Lage des Fonds informiert wurden. Aufgrund dieser Schwierigkeiten wurde über ein freiwilliges Sanierungskonzept mit einer freiwilligen Kapitalerhöhung abgestimmt. Ein entsprechender Beschluss wurde zwar gefasst, sodass der Weg für eine solche Kapitalerhöhung geebnet ist. Allerdings wurden nicht im benötigten Umfang freiwillige Kaptialerhöhungen zugesagt, sodass das Konzept nicht wie umgesetzt werden konnte, sondern die Frist musste verlängert werden.

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Risiken von Schiffsfonds

Dass Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen für die Anleger Chancen und Risiken mit sich bringen, ergibt sich schon aus dem unternehmerischen Charakter eines Schiffsfonds. Nicht jedes Unternehmen hat Erfolg, und bei Schifffahrtsunternehmen ist dies nicht anders. Daher müssen sich Anleger bei der Investition bewusst sein, welche Risiken sie eingehen.

Krise der Schifffahrt

Durch die Finanzkrise und die damit verbundenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten geriet der Schifffahrtsmarkt allerdings in Schwierigkeiten. Die Nachfrage nach Schiffstransporten stagnierte, während weitere Schiffe, die teilweise Jahre zuvor bestellt wurden, auf den Markt drängten. Das Resultat sind geringe Charterraten für Schiffstransporte. Diese schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen führten bei einer stattlichen Anzahl von Schiffsfonds zu Insolvenzen, Notverkäufen von Schiffen, ausfallenden Ausschüttungen und ähnlichem. Diese Ereignisse werden meist unter dem Begriff Schifffahrtskrise zusammengefasst.

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Steuerrisiko

Durch die 2005 beschlossene 10-jährige Festlegung der Tonnagesteuer, können Schiffsfonds nicht mehr das bis dato beliebte Kombimodell realisieren. Die Tonnagesteuer kann in Zeiten, in denen ein Schiffsfonds Gewinne erwirtschaftet, große Vorteile für die Anleger bieten. Allerdings führt die Tonnagebesteuerung bei Verlusten auch zu steuerlichen Belastungen für die Anleger, da sie die Verluste nicht von der Steuer absetzen können.

Währungsrisiken und Fremdwährungskredite

Die internationale Transportschifffahrt rechnet in US-Dollar. In die Schiffsfonds werden jedoch üblicherweise Einlagen in Euro geleistet. Daher muss Geld gewechselt werden, was zu Risiken wegen Kursschwankungen führen kann. Ein schlechtes Verhältnis von US-Dollar und Euro kann also zu Verlusten führen, obwohl sich am Wert des Fonds selbst nichts änderte.

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Grauer Kapitalmarkt

Schiffsfonds unterstehen keiner staatlichen Kontrolle. Daher werden die Gesellschaftsverträge auch nicht überprüft, bevor die Beteiligungen den Anlegern angeboten werden. Für die Anleger bedeutet dies, dass sie durch die Gesellschaftsverträge benachteiligt werden können. Auch können die genauen Bedingungen der Beteiligung nicht ausgehandelt werden, wenn Anlegern beispielsweise eine Vertragsklausel nicht gefällt, da die Verträge so gut wie immer vorgegeben werden.

Das Zweitmarktrisiko

Viele Schiffsfonds sind langfristige Kapitalanlagen mit Laufzeiten zwischen 10 und 25 Jahren. Eine Kündigung ist meist erst am Ende der Vertragslaufzeit vorgesehen. Benötigt ein Anleger das investierte Geld vor dem Ende der Laufzeit, bleibt meist nur ein Verkauf auf dem Zweitmarkt. Dort wird mit „gebrauchten“ Fondsanteilen gehandelt. Teilweise bieten Emissionshäuser Verkaufsbörsen, teilweise gibt es Zweitmarktbörsen. Ein Kennzeichen all dieser Verkaufsmöglichkeiten ist aber, dass ein Verkauf nur bei entsprechender Nachfrage möglich ist. Das bedeutet, dass ein Fondsanteil nicht immer verkauft werden kann. Auch liegen Zweitmarktpreise häufig unter dem eigentlichen Wert des Fondsanteils.

Risiken im Zusammenhang mit dem Betrieb des Schiffs

Risiken im Zusammenhang mit dem Betrieb des SchifÜblicherweise schließen Schiffsfonds mit den Mietern (Charterern) des Fondsschiffs Zeitcharter-Verträge. Der Schiffsfonds überlässt dem Charter ein voll ausgerüstetes Boot mitsamt Besatzung für eine bestimmte Zeit. Das Risiko des technischen Ausfalls verbleibt bei dem Fonds. Das bedeutet, dass der Schiffsfonds bei einer „Schiffspanne“ haftet. Dieses Risiko wird als Charterrisiko bezeichnet. Überlässt ein Schiffsfonds einem Charterer ein unausgerüstetes Schiff ohne Besatzung, liegt ein Bareboat-Charter-Vertrag vor. Dann trägt der Fonds ebenfalls die Pflicht, das Schiff in einem technisch vertragsgemäßen Zustand zu erhalten. Mit diesen Instandhaltungspflichten – einerlei aus welchem Typ von Chartervertrag sie entspringen – gehen Haftungsrisiken einher, die zu erheblichen Schadensersatzforderungen gegenüber dem Fonds führen können. Probleme mit den Charterverträgen können sich aber auf ergeben, wenn die mietenden Reedereien in Schwierigkeiten geraten.

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Herstellungs- & Ablieferungsrisiko

Kauft ein Schiffsfonds kein gebrauchtes Schiff, sondern lässt von einer Werft ein neues Schiff entwerfen und bauen, besteht ein Herstellungsrisiko. Denn die üblichen Schiffsbauverträge sehen vor, dass der Preis ratenweise im Voraus bezahlt wird. Wird das Schiff nicht fertiggestellt, weil zum Beispiel die Werft Insolvenz anmelden muss, bestehen Ausfallrisiken. Das kann bedeuten, dass dem Schiffsfonds (und damit auch den Anlegern) enormen Schäden entstehen können, wenn zum Beispiel bereits gezahlte Raten nicht zurückgefordert werden können.

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Aktuelle Themen

  • HCI 1100 TEU Schiffsfonds II: Dreifache Insolvenz

    Erneut wird eine HCI Schiffsbeteiligung zu einem Fall für das Insolvenzgericht: Bei HCI 1100 TEU Schiffsfonds II wurden am 03.11.2015 bei allen drei Fondssschiffen vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet.

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  • HCI Euroliner II: Insolvenzverfahren der Schiffsgesellschaften eröffnet

    Am 11.11.2014 wurde bei den beiden Insolvenzen bei dem Schiffsfonds HCI Euroliner II ein neues Kapitel aufgeschlagen. Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der beiden Schiffsgesellschaften MS "JORK RELIANCE" Bernd Becker GmbH & Co. KG und MS "JORK RULER" Bernd Becker GmbH & Co. KG wurde eröffnet. Die beiden Gesellschaften hatten bereits im Sommer 2014 Insolvenzanträge eingereicht und befanden sich bis zum 10.11.2014 im vorläufigen Insolvenzverfahren. Die Verfahren werden unter den Aktenzeichen 93 IN 46/14 und 93 IN 47/14 beim Amtsgericht Neumünster geführt.

     

    Weitere Informationen zu der Schiffsbeteiligung befinden sich hier.

     
  • Hanse Twin Feeder: Insolvenzverfahren

    Die Schiffsbeteiligung Hanse Twin Feeder hatte bereits seit längerem mit Problemen zu kämpfen. Nun haben die Schwierigkeiten einen Endpunkt erreicht. Der Schiffsfonds wurde von der Insolvenz ereilte. Die Fondsgesellschaft Hanse Twin Feeder Schiffahrtsgesellschaft musste den Gang zum Insolvenzgericht antreten (Amtsgericht Hamburg, Aktenzeichen: 67b IN 160/14).

     

    Auch die beiden Schiffe MS Hanse Vision und MS Hanse Spirit Insolvenz (Amtsgricht Hamburg, Aktenzeichen 67b IN 168/14 und 67b IN 166/14) sind insolvent. Mehr Informatione zu der Schiffsbeteiligung finden sich hier.

     
  • HCI Exklusiv Multipurpose Quartett - Vier Insolvenzen

    Der HCI-Schiffsfonds Multipurpose Quartett und dessen Anleger werden im Herbst 2014 besonders in Mitleidenschaft gezogen. Alle vier Schiffsgesellschaften der Fondsschiffe Joerg N, Christoph M, Tim B und Rene A sind von Insolvenzen betroffen. Beim Amtsgericht Hamburg werden die Insolvenzverfahren der Erste MLB Bulktransport GmbH & Co. KG (Aktenzeichen: 67a IN 118/14), der Zweite MLB Brultransport GmbH & Co. KG (Aktenzeichen: 67a IN 100/14), der Dritte MLB Bulktransport GmbH & Co. KG (Aktenzeichen: 67 a 120/14) sowie der Vierte MLB Bulktransport GmbH & Co. KG (Aktenzeichen: 67g IN 101/14) geführt.

     

    Weitere Informationen zu diesem Schiffsfonds finden Sie hier.

     
  • MPC Rio Ardeche meldet Insolvenz an

    Der Schiffsfonds MPC Rio Ardeche ist im Herbst 2014 an einem Wendepunkt angelangt: Seit dem 24.10.2014 befindet sich das Vermögen der "Rio Ardeche" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG im vorläufigen Insolvenzverfahren. Das Amtsgericht Hamburg (Aktenzeichen: 67a IN 498/14) bestellte den Rechtsanwalt Herrn H. Gittermann zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Die Schiffsbeteiligung reiht sich in die lange Liste der insolventen Schiffsfonds ein. Weiterhin ordnete das Gericht Sicherungsmaßnahmen zum Schutz der Insolvenzgläubiger an.

     

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