Die Krise der Schifffahrt ist noch nicht überstanden. Die Presseberichterstattung des November 2012 legt nahe, dass die Schifffahrtskrise sich in den kommenden Monaten weiter verschärfen werde und dramatische Konsequenzen für die Schiffsfonds und deren Anleger haben werde. Das Magazin Cash titelte am 16.11.2012 (Onlineausgabe) „Insolvenzen-Welle wird weitere (Ein-)Schiffsgesellschaften erfassen“.
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Was können geschädigte Anleger von Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen unternehmen?
Gerade wegen der aktuell nach wie vor anhaltenden Schifffahrtskrise ist bereits eine Reihe von Schiffsfonds in finanzielle „Seenot“ geraten. Gerade bei einer Insolvenz besteht für die Anleger die große Gefahr erheblicher Verluste bis hin zum Totalverlust. Für Anleger, denen bei der Investition versichert wurde, dass es sich bei einem Schiffsfonds um eine sichere Kapitalanlage handele, ist diese Entwicklung ärgerlich und bisweilen auch katastrophal. Geschädigte Anleger sind aber nicht rechtelos! Der Bundesgerichtshof verpflichtete bereits vor Jahren Banken und Anlageberater zu einer Risikoaufklärung. Daher müssen Berater vor der Empfehlung, in einen Schiffsfonds zu investieren, prüfen, ob dies überhaupt mit den Anlagezielen des Kunden vereinbar ist. Auch müssen Berater ihre Kunden ausführlich über die Funktionsweise und die Risiken eines Schiffsfonds aufklären. Diese Pflichten werden unter dem Stichwort anlage- und anlegergerechte Beratung zusammengefasst.
Viele Anleger wissen es gar nicht, haben es vergessen oder wurden gar nicht darüber aufgeklärt: Oft haben Schiffsfonds das Recht, Ausschüttungen zurück zu fordern. Wir finden: "Das wäre ´ja noch schöner!" Wehren Sie sich gegen drohende Rückforderungen!
Vor der Investition muss Anlegern ein Emissionsprospekt übergeben werden. In einem Prospekt wird der Schiffsfonds detailliert beschrieben. Meist sind auch die Gesellschaftsverträge abgedruckt. Diese Verkaufsprospekte müssen gewissen Mindeststandards genügen. Bei Verstößen kommen Ansprüche wegen Prospekthaftung gegen die Prospektverantwortlichen oder die Geschäftsführer in Betracht.
In der Beratungspraxis wird diese höchstrichterliche Rechtsprechung leider nicht immer ausreichend umgesetzt. Das mag zum einen daran liegen, dass die Schifffahrtsbranche komplex und schwer zu fassend ist. Selbst Schiffsfonds verpflichten Experten. Zum anderen sind die rechtlichen Konstruktionsmöglichkeiten, die oben nur grob umrissen wurden, vielgestaltig und nicht immer leicht zu veranschaulichen. Daher wurde bisweilen auch Anlegern, die eine sichere Altersvorsorge wünschten, eine Schiffsbeteiligung empfohlen. Und das obwohl der unternehmerischen Charakter eines Schiffsfonds im Widerspruch zu dem Konzept einer sicheren Kapitalanlage steht.
Es war kein Auftakt nach Maß: Gleich zwei Schiffsbeteiligungen des Fondsanbieters KGAL (KGAL SeaClass 9 und KGAL SeaClass 10) mussten im Januar 2013 Insolvenz anmelden. Dabei waren diese beiden Schiffsfonds erst wenige Monate zuvor platziert worden. Ganz so dramatisch stellt sich die Lage den weiteren KGAL SeaClass Schiffsfonds nicht dar, dennoch steht nicht alles zum Besten. Es handelt sich zwar nicht um so gravierende Probleme wie bei den insolventen Schifsfonds. Dennoch sind Ausschüttungsausfälle nicht gerade das, was die Kunden der Commerzbank sich von ihrem KGAL SeaClass Schiffsfonds erhofften.
Weiterlesen...Das Bild, welche die Schifffahrtsbranche seit Jahren bietet ist trist:: Überkapazitäten, kombiniert mit einer sinkenden Nachfrage und steigenden Betriebskosten, sorgen bei nicht wenigen Schiffen für finanzielle Nöte. Und auch die Aussichten für das Jahr 2013 sind alles andere als erfreulich. Da ein stattlicher Teil der Transportschiffe durch Schiffsfonds finanziert wurde, kommt die Krise der Schifffahrt auch bei den Anlegern an. Nicht wenige Anleger sind bitter enttäuscht von den Schiffsfonds, welche ihnen seinerzeit von den Commerzbank-Beratern als gute Kapitalanlage empfohlen wurde.
Weiterlesen...Aufgrund der Schifffahrtskrise hat auch eine Vielzahl von Schiffsfonds unter Schwierigkeiten zu leiden. Das Vertrauen von Postbank-Kunden, die in Schiffsfonds investierten, in ihre Bank wurde in den vergangenen Monaten in etlichen Fällen auf eine harte Probe gestellt. Nicht wenige Anleger sind bitter enttäuscht von den Schiffsfonds, welche ihnen die Berater der Postbank Finanzvermittlung einst wärmstens empfohlen haben.
Weiterlesen...Die Krise der Schifffahrt ist noch nicht überstanden. Die Presseberichterstattung des November 2012 legt nahe, dass die Schifffahrtskrise sich in den kommenden Monaten weiter verschärfen werde und dramatische Konsequenzen für die Schiffsfonds und deren Anleger haben werde. Das Magazin Cash titelte am 16.11.2012 (Onlineausgabe) „Insolvenzen-Welle wird weitere (Ein-)Schiffsgesellschaften erfassen“.
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Das 2012 war für das Emissionshaus MPC Capital kein besonders ruhmreiches Jahr: Eine gewaltige finanzielle Schieflage bedrohte den Anbieter von Schiffsfonds, Immobilienfonds und weiteren Fonds. Doch kurz vor dem Schluss des Jahre 2012 teilte MPC Capital in einer Pressemitteilung vom 28.12.2012 mit, dass "mit allen involvierten Finanzierungs- und Geschäftspartnern eine umfassende Restrukturierung abschließend vereinbart" werden konnte. Dem Unternehmen wird demnach von Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 790 Mio. Euro enthaftet. Weiterhin wurden Schulden in Höhe von rund 70 Mio. Euro dauerhaft erlassen.
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