Commerzbank und KGAL SeaClass Fonds: Schadensersatz für Anleger?

Es war kein Auftakt nach Maß: Gleich zwei Schiffsbeteiligungen des Fondsanbieters KGAL (KGAL SeaClass 9 und KGAL SeaClass 10) mussten im Januar 2013 Insolvenz anmelden. Dabei waren diese beiden Schiffsfonds erst wenige Monate zuvor platziert worden. Ganz so dramatisch stellt sich die Lage den weiteren KGAL SeaClass Schiffsfonds nicht dar, dennoch steht nicht alles zum Besten. Es handelt sich zwar nicht um so gravierende Probleme wie bei den insolventen Schifsfonds. Dennoch sind Ausschüttungsausfälle nicht gerade das, was die Kunden der Commerzbank sich von ihrem KGAL SeaClass Schiffsfonds erhofften.

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275.000 Deutsche sind Mitreeder

Schiffsfonds geraten immer mehr in den Fokus einer besorgten Anlegerschaft, die Zeiten sind schlecht und auf hoher See ist schon lang kein Geld mehr zu verdienen. 

Was viele Anleger geschlossener Schiffsfonds nicht wissen: Sie sind im Grunde Miteigentümer der Schiffe, die ihnen goldene Renditen versprachen und Altersvorsorge zugleich sein sollten.  Nach Informationen des Handelsblattes sollen 275.000 Deutsche als Mitreeder Anteilsscheine an Schiffsfonds gezeichnet haben.


Noch gar nicht mal so lange her, da waren Schiffsfons ein absluter Geheimtipp für Spitzenverdiener, denn eventuelle wirtschaftlichen Verluste der Schiffe konnten abgeschrieben werden- Diesem Steuertrick legte die Gesetzgebung allerdings bereits 2005 einen Riegel vor und schränkte Abschreibungsmöglichkeiten drastisch ein. Statt die Anlagemöglichkeit Schiffsfonds draufhin grundsätzlich zu überdenken gingen die Berater der großen Banken dazu über, Schiffsfonds vermehrt an normale Anleger mit mittleren Geldbörsen zu verkaufen. In letzter Zeit waren ältere Menschen oft das Ziel abschlusswütiger Vermittler. Kein Wunder: Es wurde mit Renditeversprechen um die 12 Prozent geworben und die Vermittler machten gleich zu Beginn die ganz große Kasse: Bis zu 8 Prozent des Anlagevermögens flossen an Provison.

Die heutigen Mitrreeder haben extrem langfristige Verträge unterschrieben und haben im Einzelfall vor Ablauf der nachsten 20 Jahre keine Chance, aus ihrem Fonds wieder auszusteigen. Insbesondere Verbraucherzentralen haben jetzt Hochkonjunktur. Hier melden sich verzweifelte Senioren, die das Vertragsende ihrer Fonds schwerlich erleben können und die die versprochenen Renditen fest für Ihre Alterversorgung eingeplant haben - vielfach auf Anraten der Berater.

Enttäuschte Anleger haben die Möglichkeit, mit einer Klage die komplette Rückabwicklung zu erreichen, dazu muss allerdings vor Gericht die Falschberatung oder das Verschweigen von Provisionen nachgewiesen werden. Dr. Ralf Stoll, Bank- und Kapitalmarkt-Fachanwalt: "Grundsätzlich kann man die Erfolgschancen einer Klage anhand der Beratungsprotokolle gut abschätzen, daher empfehlen wir, nach einer anwaltlichen Beratung eine sinnvolle Entscheidung  zu treffen!"


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  • Commerzbank empfahl risikoreiche Schiffsfonds: Kunden klagen Schadensersatz ein

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    Aufgrund der Schifffahrtskrise hat auch eine Vielzahl von Schiffsfonds unter Schwierigkeiten zu leiden. Das Vertrauen von Postbank-Kunden, die in Schiffsfonds investierten, in ihre Bank wurde in den vergangenen Monaten in etlichen Fällen auf eine harte Probe gestellt. Nicht wenige Anleger sind bitter enttäuscht von den Schiffsfonds, welche ihnen die Berater der Postbank Finanzvermittlung einst wärmstens empfohlen haben.

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  • Trübe Aussichten für Schiffsfonds für das Jahr 2013

    Die Krise der Schifffahrt ist noch nicht überstanden. Die Presseberichterstattung des November 2012 legt nahe, dass die Schifffahrtskrise sich in den kommenden Monaten weiter verschärfen werde und dramatische Konsequenzen für die Schiffsfonds und deren Anleger haben werde. Das Magazin Cash titelte am 16.11.2012 (Onlineausgabe) „Insolvenzen-Welle wird weitere (Ein-)Schiffsgesellschaften erfassen“.

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  • MPC Capital: Emissionshaus in Nöten

     

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