Das Thema Ausschüttungen bei Schiffsfonds wird aktuell sehr kontrovers diskutiert, denn wenn Fonds kriseln, kommen Anleger sehr schnell in die Situation, dass ihre Anlage zur Sanierung des Fonds herangezogen wird. Oder: Erhaltene Ausschüttungen werden zurück gefordert.
Die 1999 gegründete König & Cie GmbH & Co. KG hat rund 80 Fonds aufgelegt, davon sind 50 Schiffsbeteiligungsfonds. In letzter Zeit kamen Schiffsfonds dieses Unternehmens wegen gescheiterter Sanierungen oder wegen finanziellen Engpässen in die Schlagzeilen.
Die Anleger von König & Cie. wurden bei der Anlageberatung nicht immer vollständig über die Risiken aufgeklärt, die mit einer Investition in einen Schiffsfonds einhergehen. Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen von König & Cie. sind unternehmerische Beteiligungen, weshalb ein Totalverlustrisiko besteht. Daneben bestehen weitere zahlreiche Risiken bei Schiffsfonds, über die Anleger aufgeklärt werden müssen, wie zum Beispiel das Zweitmarktrisiko oder auch die oft lange Laufzeit einer Schiffsbeteiligung.
Ist dies nicht geschehen, schulden Banken und Berater Schadensersatz aufgrund einer Falschberatung. Anleger haben damit die Möglichkeit ohne Schaden aus den Schiffsfonds herauszukommen. Außerdem ist auch bei Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen von König & Cie. über Kick-Backs aufzuklären, also über Rückvergütungen welche eine Bank oder ein Berater für die Vermittlung der König & Cie. Schiffsfonds erhält. Ist dies nicht geschehen, muss die Bank oder der Berater bereits deshalb Schadensersatz zahlen. Anleger der König & Cie. Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen können damit schadlos aus ihrer Investion herauskommen und bekommen ihr Kapital im Idealfall verzinst zurück.
Anleger der König & Cie. Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen sollten deshalb nicht zögern, sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten zu lassen. So können Anleger klären lassen, wie gut ihre individuellen Möglichkeiten eines verlustfreien Ausstiegs sind.
Das Emissionshaus König & Cie. brachte im Jahr 2006 den Renditefonds 56 Produktentanker I auf den Markt, welchem die beiden Tankern MT King Ernest und MT King Everest gehören. Für die Anleger entpuppte sich der Schiffsfonds bislang noch nicht als Renditenerbringer: Der 2006 aufgelegte Schiffsfonds musste im Jahr 2011 durch die Rückzahlung von Ausschüttungen sowie eine Kapitalerhöhung saniert werden. Die Sanierung wirkt auch aktuell noch nach, da die Anleger auf Ausschüttungen für das Altkapital verzichten müssen. Anleger des König & Cie. Produktentanker I, die den Schiffsfonds bei dessen weiterer Reise nicht begleiten möchten, können sich über rechtliche Möglichkeiten informieren.
Übermäßiger Erfolg war den Tankern des Schiffsfonds König & Cie. Suezmax-Tanker Flottenfonds II im Jahr 2011 nicht beschieden: Zwei der vier Tanker des Fonds konnten nur geringe Charterraten erzielen; sie bestätigten damit den 2011 in der Suezmax-Tanker-Sparte herrschenden Trend zu einbrechenden Charterraten. Da die erzielten Einnahmen aufgrund des Vorrangs von Bankauflagen nicht zu einer Ausschüttung reichten, mussten die Anleger sich das dritte Jahr in Folge im Verzicht üben.
MT King Edgar und MT King Emerald meldeten Insolvenz an
Beide Fondsschiffe des Schiffsfonds König & Cie. Produktentanker-Fonds V sind zahlungsunfähig. Am 06.11.2012 meldeten sowohl der Tanker MT King Edgar als auch der MT King Emerald Insolvenz an.
Die schwierige Lage der Schifffahrt ließ schon so manches Schiff auf Grund laufen. Der Schiffsfonds König & Cie. Aframax Tanker-Flottenfonds steuerte auf eine finanzielle Klippe zu, da die Tanker des Fonds aufgrund des anhaltend schwachen Tankermarkts wenig verdienten und im Jahr 2013 erhebliche finanzielle Belastungen auf den König & Cie. Aframax Tanker-Flottenfonds zugekommen wären. Bei dem Schiffsfonds wurde daher 2012 die „Notbremse“ gezogen und die vier Tanker verkauft.
Nicht alles geht bei der 2008 gestarteten Schiffsbeteiligung Renditefonds 73 von König & Cie. problemlos von Statten. Zwar kann der Rohöl- und Produktentanker MT King Douglas die wirtschaftlichen Prognosen bislang erfüllen. Bei dem Tanker MT King Daniel schwächeln jedoch die Einnahmen. In Kombination mit Änderungen bei den Darlehensverträgen des König & Cie. Renditefonds 73 Produktentanker IV führt dies dazu, dass die Anleger des Schiffsfonds auf Ausschüttungen verzichten mussten. Und angesichts der schwierigen Bedingungen auf dem Schifffahrtsmarkt, der sich momentan in einer großen Krise befindet, sind die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung des Schiffs MT King Daniel ungewiss.
Es sind schwere Zeiten für die Anleger des Schiffsfonds König & Cie. Suezmax-Tanker-Fonds III. Der Fonds ist akut von der Insolvenz bedroht und fordert die Anleger auf, bereits erhaltene Ausschüttungen zurückzuzahlen. Für die Anleger des König & Cie. Suezmax-Tanker-Fonds III ist dies mitten in der Krise der Schifffahrt eine schwierige Entscheidung. Denn die Rahmenbedingungen für eine erfolgreichen Weiterbetrieb der Tanker MT Cape Bantry und MT Cape Balder sind wegen der Krise nicht optimal und die Krise wird laut Experten auch noch das gesamte Jahr 2012 anhalten.
Schiffsfonds von Insolvenzen betroffen
Seit dem 21.02.2013 gehört der Schiffsfonds König & Cie. Renditefonds 76 MS King Robert zu den zahlreichen Insolvenzopfern der Schifffahrtsbranche. An jenem Tag meldeten sowohl die Schiffahrts- als auch die Verwaltungsgesellschaft des Fonds Insolvenz an.
Es war kein Auftakt nach Maß: Gleich zwei Schiffsbeteiligungen des Fondsanbieters KGAL (KGAL SeaClass 9 und KGAL SeaClass 10) mussten im Januar 2013 Insolvenz anmelden. Dabei waren diese beiden Schiffsfonds erst wenige Monate zuvor platziert worden. Ganz so dramatisch stellt sich die Lage den weiteren KGAL SeaClass Schiffsfonds nicht dar, dennoch steht nicht alles zum Besten. Es handelt sich zwar nicht um so gravierende Probleme wie bei den insolventen Schifsfonds. Dennoch sind Ausschüttungsausfälle nicht gerade das, was die Kunden der Commerzbank sich von ihrem KGAL SeaClass Schiffsfonds erhofften.
Weiterlesen...Das Bild, welche die Schifffahrtsbranche seit Jahren bietet ist trist:: Überkapazitäten, kombiniert mit einer sinkenden Nachfrage und steigenden Betriebskosten, sorgen bei nicht wenigen Schiffen für finanzielle Nöte. Und auch die Aussichten für das Jahr 2013 sind alles andere als erfreulich. Da ein stattlicher Teil der Transportschiffe durch Schiffsfonds finanziert wurde, kommt die Krise der Schifffahrt auch bei den Anlegern an. Nicht wenige Anleger sind bitter enttäuscht von den Schiffsfonds, welche ihnen seinerzeit von den Commerzbank-Beratern als gute Kapitalanlage empfohlen wurde.
Weiterlesen...Aufgrund der Schifffahrtskrise hat auch eine Vielzahl von Schiffsfonds unter Schwierigkeiten zu leiden. Das Vertrauen von Postbank-Kunden, die in Schiffsfonds investierten, in ihre Bank wurde in den vergangenen Monaten in etlichen Fällen auf eine harte Probe gestellt. Nicht wenige Anleger sind bitter enttäuscht von den Schiffsfonds, welche ihnen die Berater der Postbank Finanzvermittlung einst wärmstens empfohlen haben.
Weiterlesen...Die Krise der Schifffahrt ist noch nicht überstanden. Die Presseberichterstattung des November 2012 legt nahe, dass die Schifffahrtskrise sich in den kommenden Monaten weiter verschärfen werde und dramatische Konsequenzen für die Schiffsfonds und deren Anleger haben werde. Das Magazin Cash titelte am 16.11.2012 (Onlineausgabe) „Insolvenzen-Welle wird weitere (Ein-)Schiffsgesellschaften erfassen“.
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Das 2012 war für das Emissionshaus MPC Capital kein besonders ruhmreiches Jahr: Eine gewaltige finanzielle Schieflage bedrohte den Anbieter von Schiffsfonds, Immobilienfonds und weiteren Fonds. Doch kurz vor dem Schluss des Jahre 2012 teilte MPC Capital in einer Pressemitteilung vom 28.12.2012 mit, dass "mit allen involvierten Finanzierungs- und Geschäftspartnern eine umfassende Restrukturierung abschließend vereinbart" werden konnte. Dem Unternehmen wird demnach von Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 790 Mio. Euro enthaftet. Weiterhin wurden Schulden in Höhe von rund 70 Mio. Euro dauerhaft erlassen.
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